Michaela Illetschko - schwarzweiss 346

UND GANZ TIEF DRIN, WISSEN WIR GENAU WER WIR SIND, HÖREN WIR ENDLICH HIN!

Es ist gar nicht so leicht, als ich dachte, wieder ins „normale“ Leben und in meinen Alltag nach meiner Erkrankung zurück zu kehren. Die Zwangspause und der Rückzug aus dieser hektischen und schnelllebigen Welt, taten mir gut, obwohl diese Ruhe anfangs nichts als befremdlich war.

Nach und nach wurde es aber in mir stiller, mein Geist und meine Seele fanden Frieden. Jeder Handgriff, jeder Schritt und jeder Gedanke hatte so viel  Achtsamkeit und Dankbarkeit inne.

Wenn ich die Leute in meinem Umfeld beobachtete, wie sie hektisch von A nach B liefen, ohne durchatmen zu dürfen, so wie ich eben nicht durchatmen konnte, empfand ich Mitgefühl.

Wir stecken so oft in einem Hamsterrad fest und merken es gar nicht. Wir tun Dinge automatisiert, wir handeln gewohnheitsmäßig und nicht mehr aus unserer Mitte heraus.

Auch der bewusste Akt mein Handy wirklich nur mehr für das zu benutzen, für das es ursprünglich gedacht war, nämlich um zu telefonieren, hat mein Leben entschleunigt und ich fand wieder Freude an Dingen, die in dieser Welt oftmals als selbstverständlich angesehen werden.

Ich möchte diesen Spagat in diese eigenartige Social Media Welt zurückzukehren so schaffen, dass ich diese innere Ruhe, diese Gelassenheit, dieses im Moment leben, dieses Echte, nicht verliere.